Herbert Bernhard

Herbert Bernhard war deutscher Journalist, Pressesprecher und Schriftsteller mit engem Bezug zum Niederrhein.

Nach eigenen Angaben arbeitete er rund drei Jahrzehnte als Journalist und war später etwa zehn Jahre lang Pressesprecher der Stadt Essen. Zuvor war er unter anderem für Tageszeitungen sowie eine Illustrierte in Köln tätig und wirkte außerdem als Redaktionsleiter in Wesel und Düsseldorf. Nach dem Gymnasium studierte er Journalistik sowie teilweise Germanistik und lebte über viele Jahre am Niederrhein.

Als junger Soldat erlebte Bernhard im Alter von zwanzig Jahren die Kämpfe des Jahres 1945 am Niederrhein aus unmittelbarer Nähe. Diese persönlichen Erlebnisse bildeten die Grundlage für seine spätere intensive Beschäftigung mit den letzten Kriegsmonaten im Westen Deutschlands. Ergänzt durch umfangreiche Literatur- und Archivstudien sowie zahlreiche Zeitzeugenberichte entstand eines der bekanntesten regionalgeschichtlichen Werke über die Endkämpfe am Niederrhein.

Bereits 1954 veröffentlichte Bernhard das Buch „… dann brach die Hölle los – Kriegstagebuch des Niederrheins“, das als erste umfassende Darstellung der Kriegsereignisse in der Region große Beachtung fand. Mehr als zwanzig Jahre später überarbeitete und erweiterte er das Werk grundlegend. Unter dem neuen Titel „1945 – Die Entscheidungsschlacht am Niederrhein“ erschien 1976 eine deutlich umfangreichere Fassung mit zahlreichen Fotografien, Karten und ergänzenden Dokumentationen. Spätere Auflagen folgten unter anderem 1985.

Herbert Bernhard zählt zu den Autoren, die sich früh und ausführlich mit den letzten Kriegswochen am Niederrhein auseinandersetzten. Seine Veröffentlichungen verbinden persönliche Erinnerungen mit zeitgenössischen Quellen, Archivmaterial und Berichten von Augenzeugen und gehören bis heute zur regionalgeschichtlichen Literatur über das Kriegsende im Westen Deutschlands.